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Chronik des Narren-Club Nürnberg 1957 e.V.

 

Es begann im Fasching 1956 als der bereits in den Vorkriegsjahren traditionelle Wallbergler-Ball, bei dem nur Rundtänze üblich waren, an Beliebtheit nachließ. Da kam die Idee, mit einem Elferrat diese Fastnachtsveranstaltungen neu zu beleben. Der erste Versuch, es war beileibe noch nicht von einem Elferrat zu sprechen, ging gut.

 

Im Januar 1957 wurde der Elferrat der Wallbergler gegründet. Am 1. März 1957 fand der erste Ball mit Sitzungsprogramm im Fürther Geismann-Saal statt. Das Fürther Prinzenpaar, der komplette Elferrat der CFK Fürth und Abordnungen der Nürnberger Gesellschaften waren dabei. Die Zugehörigkeit des Elferrates zum Trachtenverein Wallbergler veranlasste uns, sich der Pflege alten Fastnachtsbrauches anzunehmen. So wurde die Erstellung einer Perchtengruppe beschlossen. Ein Fastnachtsbrauch, der einst von den Alpen bis nach Franken und Böhmen verbreitet war in Österreich sowie in Oberbayern lebendig ist, sollte auch bei uns in Franken wieder aufleben.

 

Fastnacht 1958. Elferrat und Perchtengruppe beteiligen sich an der Inthronisation des Nürnberger Prinzenpaares. Der Antrag auf Aufnahme in den Festausschuss Nürnberger Fastnacht wurde gestellt.

 

Fastnacht 1959. Der gute Kontakt zu den Nürnberger Gesellschaften brachte einen weiteren Aufschwung. Großen Anklang fand die Perchtengruppe bei der großen fränkischen Narrenschau in Kitzingen.

 

In der Session 1960 fanden sich ein illustrer Kreis an Männer bereit ein Herrenballett ins Leben zu rufen, welches seither das Programm mit immer neuen Ideen bereichert.

 

In der Fastnacht 1961 konnte ein uniformiertes Trommler- und Fanfaren-Corps präsentiert werden, welches aus eigenen Reihen aufgebaut, bis heute festen Bestand hat.

 

1962 führte die ständige Weiterentwicklung des Elferrates und seiner Gruppen zur Namensänderung in „Narren-Club Nürnberg 1957 e.V.“.

 

Fastnacht 1963. Der NCN als selbstständige Gesellschaft verlegte seine Veranstaltungen in den Nürnberger Humboldtsaal und konnte als neue Gruppe den Hofnarrenchor vorstellen.

 

Ab der Session 1964 sollte es zur Tradition werden, dass im Gesellschaftsorden des NCN immer ein Alt-Nürnberg-Motiv verewigt ist. Die gute Entwicklung der Gesellschaft brachte es mit sich, dass sich weitere Mitglieder aktiv beteiligten um das Programm unserer Sitzungen mit Büttenreden, Gesangs- und Musikdarbietungen zu bereichern. Zu erwähnen und besonders herauszustellen sind die „Reisenden aus Bonn“ und die „Stadtturmspotz’n“.

 

In der Session 1967 konnte der NCN im Kreise vieler Freunde sein 10-jähriges Bestehen feiern. Nachdem nun die Gesellschaft mit eigener Aktivitas das Programm der Sitzungen gestalten konnte, wurde das nächste Ziel, die Jugendpflege, in Angriff genommen.

 

Beim Fastnachtszug 1969 konnte schon eine eigene uniformierte Kindergruppe des NCN teilnehmen.

 

In der Session 1970 eröffnete unsere Kindergarde das Programm der Prunksitzung. Dieser Anregung folgten erfreulicherweise auch die anderen Nürnberger Gesellschaften. Nun hatte die Jugend einen festen Platz in der fastnachtlichen Szene. Dies hatte zur Folge, dass der NCN 1974 den ersten Kinderprinzen für Nürnberg stellte. Jürgen I. begleitete dieses Amt 1974 und 1975. Ihm folgte 1976 und 1977 Jürgen II. ebenfalls vom NCN. Mit Garde und Tanzmariechen konnte zwischenzeitlich unser Programm ergänzt werden.

 

1976 konnte durch den weiteren Ausbau unserer Jugendaktivitäten eine Junioren-Gruppe zusammengestellt werden.

 

1977 wurde das 20-jährige Bestehen im Gesellschaftshaus Gartenstadt gefeiert. Im gleichen Jahr ergriff der NCN die Initiative, eine Kinder-Sitzung durchzuführen. Im Saalbau des TSV 1846 fand die erste Kinder-Sitzung im fränkischen Raum statt. Mit dem närrischen Nachwuchs aus Nürnberg und dem fränkischen Umland konnten wir ein, nur von Kindern, dargebrachtes Drei-Stunden-Programm durchführen. An der Jahreshauptversammlung am
1. 4. 1977 wurde Ehrensenator Franz Eckstein einstimmig zum neuen 1. Vorstand gewählt. Alois Hösl sah nach 20-jähriger Tätigkeit als Präsident und Vorstand in Personalunion die Zeit gekommen, diese Aufgaben zu teilen.

 

In der Session 1979 aktivierte sich der Elferrat als „aktiver Elferrat“ und sie traten als Sänger im Schifferchor auf (der Name als Anspielung auf den nahe gelegenen Rhein-Main-Donau-Kanal). Oberbürgermeister Dr. Andreas Urschlechter wurde Ehrenkapitän des Schifferchores und Ehrenmitglied der Gesellschaft.

 

1980 gestaltete der NCN mit der KG Muggenesia die erste Doppel-Prunksitzung für die Nürnberger Altenpflege. Beim Seniorenamt der Stadt Nürnberg ist diese Veranstaltung bis heute ein fester Bestandteil in ihrem Angebot zur Altenbetreuung.

 

1981 folgte als weitere Programmbereicherung die Musikgruppe „Sechs Nürnberger“.

 

1982 konnten wir im Freundeskreis unser 25-jähriges Jubiläum feiern. Dass dieser Freundschaftskreis im Laufe der 25 Jahre weit über die Grenzen hinaus gewachsen ist, zeigte sich beim Jubiläum, als unsere Freunde aus Schwanberg in der Steiermark mit ihrer 40 Mann starken Marktkapelle die Jubiläumstage umrahmten. Beginnend beim Empfang der Stadt Nürnberg im Rathaus, zur 1. Prunksitzung am Freitag, zum Festkommers am Samstag­vormittag und zur 2. Prunksitzung am Samstagabend. An beiden Prunksitzungen in der Bütt: Unser Ehrenmitglied Herbert Hisel. Das Fazit beim Abschied am Sonntag waren nur zwei Worte: „Wahre Freundschaft“. Die Fastnachts-Session 1982 war vorüber und im NCN vollzog sich der ein Jahr vorher geplante Wechsel im Präsidentenamt. Alois Hösl, 25 Jahre Präsident des Narren-Clubs Nürnberg 1957 e.V., legte sein Amt in die Hände des schon einige Jahre an seiner Seite mitarbeitenden jungen Hofmarschalls Peter Bursy. Alois Hösl selbst übernahm fortan das Amt des Senatspräsidenten.

 

1983. Das Narrenschiff des NCN steuerte mit Nürnbergs jüngstem Präsidenten - er war zu Sessionsbeginn 21 Jahre geworden - in die Fastnacht 1983. Allen Unkenrufen vieler Freunde zum Trotz: es ging gut. Unser Peter hatte schnell die jahrelangen Freunde des NCN auf seiner Seite und hat alle bestehenden Freundschaftsbande weitergeknüpft und gepflegt.

 

1984. Der NCN zeichnete heuer erneut verantwortlich für die Jugend-Nachwuchs-Sitzung im Gesellschaftshaus Gartenstadt. Anlass dazu war das 15-jährige Jubiläum unserer Kindergarde.

 

1985. Die „Nürnberger Globetrotter“ stellten sich mit ihrem aktiven Programm der Fastnachtsgestaltung des NCN zur Verfügung. Eine weitere Bereicherung im Aktivitas des NCN.

 

1986. Bürgermeister Willy Prölß wird zum Ehrensteuermann im NCN-Schifferchor und somit zum Ehrenmitglied unserer Gesellschaft ernannt.

 

1987. Im Kreise vieler Freunde feiert der NCN sein 30-jähriges Bestehen. Den Auftakt einer Reihe von Jubiläums-Veranstaltungen bildete ein Empfang der Stadt Nürnberg im kleinen Rathaussaal.

 

1988/89. Die aktive Jugendarbeit machte es möglich, dass wir mit Gerald I. und Jens II. wieder für zwei Jahre den Nürnberger Kinderprinzen stellten.

 

1992. Mit einem Tanzpaar und 3 Tanzmariechen erweiterten wir unser Angebot an Bühnennummern.

 

1993. Nach einer erfolgreichen Fastnachtssession 1992/1993 wurde am 30. April 1993 ein neuer Vorstand gewählt. Der bisherige Vorstand Franz Eckstein gab das Amt nach 16-jähriger Tätigkeit in jüngere Hände. Senats- und Ehrenpräsident Alois Hösl bedankte sich für sein erfolgreiches Wirken. Franz Eckstein wurde zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Neuer 1. Vorstand wurde Dipl.-Ing. Armin-Chr. Reuß mit überwältigender Mehrheit der Mitglieder.

 

1994/1995. Mit Michael III. stellt der NCN zum 5. Mal einen Nürnberger Kinderprinzen für eine 2-jährige Amtszeit dem Festausschuss Nürnberger Fastnacht zur Verfügung. Wieder ein Zeichen intensiver Jugendpflege unserer Gesellschaft, welche mit Stolz nun auf 3 Jugend­tanzgruppen sowie auf ein Kindertanzmariechen blicken kann.

 

1996. Unser bisheriger Vizepräsident Udo Medritzky übernimmt das Präsidentenamt. Peter Bursy leitet als Sitzungspräsident trotzdem das fastnachtliche Geschehen, welches in all den Jahren seit Gründung des NCN ohne Profi-Showgruppen durchgeführt werden konnte. Nicht zu vergessen sind die Akteure: Balduin Braunreiter, Conny Haeske, Georg Renner, Kurt Rohmer, Rudi Weickmann, Günther Heimbucher, Robert Holzknecht, die „Reisenden aus Bonn“, die „Stadtturmspotz’n“, die „Spitzboum“, die Musicclowns „Narrellis", das „Wiener Damenorchester“, die „Sechs Nürnberger“ und viele andere.

 

1997. Im Kreise vieler Freunde wurde bei einem Jubiläumskommers das 40-jährige Bestehen gefeiert. Die Garde erhielt neue Marschtanzkostüme. Einer der Höhepunkt der Jubiläumsfeiern war der Rathaus-Empfang durch Oberbürgermeister Ludwig Scholz. Vertreten waren neben dem Nürnberger Prinzenpaar viele Abordnungen befreundeter Gesellschaften.

 

1998. Ein besonderes Highlight bescherte uns das Franken Fernsehen mit der Übertragung unserer Auftritte bei einer Fastnachtssitzung der „Lebenshilfe Lauf“ aus dem Stadtsaal Röthenbach. Als Erfolg unserer guten Jugendarbeit konnten wir bei unseren Prunksitzungen zwei Kinder-Tanzmariechen präsentieren.

 

1999. Mit den Gebrüder Narr aus Karlstadt konnten wir unseren Gästen ein Schmankerl präsentieren. Zur festen Größe im Nürnberger Faschingskalender haben sich unsere Kinderfaschingsbälle im Gesellschaftshaus Gartenstadt in den letzten Jahren entwickelt.

 

2000. Zum Millenium leisteten wir uns ein neues Bühnenbild für unsere Prunksitzungen. Es war nicht ganz unumstritten in seiner künstlerischen Gestaltung. Zu einem guten Verhältnis entwickelte sich die Verbindung zu der Schweinfurter EsKaGe, die mit ihrem Prinzenpaar und Hofstaat erschienen war. Mit neu gestaltetem Elferratswagen präsentierte sich der NCN beim Nürnberger Faschingszug.

 

2001. NCN-Präsident Peter Bursy wird zum 1. Vorstand beim Festausschuss Nürnberger Fastnacht gewählt. Senats- und Ehrenpräsident Alois Hösl wird für 4x11 Jahre Bühnenarbeit beim NCN geehrt. Ebenfalls das 40-jährige konnte der Spielmannszug feiern. Spontan wurden wir von OBM Ludwig Scholz an der Prunksitzung wegen unseres 4x11 Jahre Jubiläums ins Rathaus eingeladen. Ein Jubiläum, das wir eigentlich nicht groß feiern wollten.

 

2002. Staub wirbelte in der Presse (selbst die „Süddeutsche“ mischte mit), verursacht durch die Irak-Krise, unser Dämmerungsmotto auf: „Die wüsten Söhne“. So dass wir das Motto geändert haben auf „Partytime - Fastnacht 2002“. Als Protokoller stieg Vizepräsident Udo Medritzky erstmals in die Bütt.

 

2003. Die Dämmerung als „Halloween-Party“ war ein voller Erfolg. Noch nie kamen soviel Kostümierte in den „Heidekrug“. Unsere Gastauftritte werden mehr und mehr Einzelauftritte. Mit wenigen Ausnahmen, unsere Sitzungen in Neumarkt und in Postbauer-Heng.

 

2004. Der Beginn der Samstagssitzung wird auf 19.11 Uhr gelegt. Neu in der Aktivitas sind die Playbackgruppe „Proseccos“. Höhepunkt war am Samstagabend die Guggnmusik aus Adelberg - die Gruppe „Domm Gloffer“. An der Freitags-Prunksitzung beschloss die Wendelsteiner Guggn-Musik von den Grün-Weiß Wenden die Prunksitzung.

 

2005. Die Dämmerungssitzung im „Heidekrug“ hatte das Motto „Musik liegt in der Luft“. Am Ordensfest ernannte Senatspräsident Alois Hösl unseren 1. Vorstand Armin-Chr. Reuß zum Ehrensenator. Vom Tod bereits gezeichnet erhielt unser Senatsmitglied Reinhold Rüdinger, an der Prunksitzung den „Till von Franken in Silber“ überreicht. Beim größten Nürnberger Faschings-Kehraus wurden vom Festausschuss-Präsidenten Helmut Knoblich dem Prinzenpaar Peter III. & Monika I. Zepter und Diadem wieder abgenommen.

 

2006. In dieser Session wurde Heidi Baumgruber für 40-jährige Mitgliedschaft mit der „Goldenen Ehrennadel mit Eichenlaub“ ausgezeichnet. Der Nürnberger Faschingszug zog bei frostigen Temperaturen durch die Innenstadt. Dieses Ereignis wurde auch Live im 3. Programm des Bayerischen Fernsehens übertragen. Unser Elferratswagen war der Fußball-WM 2006 gewidmet.

 

2007. Jubiläumssession: 50 Jahre Narren-Club Nürnberg 1957 e.V. Hoch motiviert wurde bereits die Dämmerungssitzung am 11. 11. 2006 im „Heidekrug“ angegangen. Mit drei neuen Tanzmariechen konnte Präsident Peter Bursy an diesem Abend aufwarten. Der neue Gesellschaftsorden, wie immer von Senats-/Ehrenpräsident Alois Hösl entworfen, war unseren beiden Präsidenten gewidmet die den NCN 50 Jahre lang ihren Stempel aufdrückten: Alois Hösl und Peter Bursy. Beim Ordensfest wurde auch Peter Bursy zum Ehrenpräsidenten ernannt. Für Stimmung und gute Unterhaltung sorgten neben den 110 NCN-Aktiven die „Gebrüder Narr“, Wolfgang Düringer, David Häusner von der EsKaGe Schweinfurt sowie einem Tanzpaar der KK Buchnesia und als unerreichten Glanzpunkt konnten wir die „Original Mainzer Hofsänger“ verpflichten. Der nächste Höhepunkt wurde der Jubiläumskommers am Samstagmorgen. Im festlich geschmückten Saal des Gesellschaftshauses Gartenstadt wurden Ehrengäste der Stadt Nürnberg, der befreundeten Faschingsgesellschaften, eine Abordnung der „Wallbergler“ und Freunde aus Schwanberg begrüßt. Vom Fastnachtsverband Franken wurde an Simone Loos der „Till von Franken in Silber“ verliehen. Die Mainzer Hofsänger gaben zu Ehren des NCN eine überwältigende Vorstellung ihrer Sangeskunst. Ebenfalls im feierlichen Rahmen war der Rathausempfang bei Oberbürgermeister Dr. Ulrich Maly und mit Stadträten aller Fraktionen.

 

2008. „Wild Wild West“, so lautete das Motto der Dämmerungssitzung im „Heidekrug. Das Ordensfest musste bereits am Freitag, 4. Januar, um 19.33 Uhr im Restaurant des Gesellschaftshauses Gartenstadt stattfinden. Der Höhepunkt der Ehrung waren die Überreichung der Goldenen Vereinsnadel mit Eichenlaub an Manfred Lachner, Wilhelmine Loos und Bernd Steinmüller für ihre 40-jährige Mitgliedschaft. Die erste Prunksitzung war am Freitag, dem 11. Januar. Die 2. Prunksitzung folgte am Samstag, dem 12. Januar. Viel beachtet und fotografiert wurden in der Nürnberger Presse unsere „Pfiffer“. Sie hatten Eisbär- und Pinguine-Kostüme. Durch die Geburt des Eisbären „Flocke“ im Nürnberger Tiergarten dachten die Presseleute wahrscheinlich, dass unsere Pfiffer in Anlehnung an dieses Ereignis die Eisbär-Kostüme wählten. Vom Fastnachtsverband erhielt Senator und Vorstandsassistent Gerhard Schweitzer den „Till von Franken“ in Silber verliehen. Unentbehrlich im Programm: Wolfgang Düringer als „Alleinerziehende Ehefrau“. Die FG Bretonia steuerte einen Showtanz bei und von der KK Buchnesia waren Isabella und Sebastian Meier in der Juniorenbütt sowie die Musikgruppe „Konfettis“, die den Abend schwungvoll ausklingen ließen.

 

2009. Erstmals erschien das Sessionsheft im Vierfarbdruck. Beim Ordensfest konnte Alois Hösl fünf Mitglieder für 22-jährige Aktivität zu Ehrensenatoren ernennen: Anja Geiger, Rolf Heinritz, Heinz Lehmann, Karl-Heinz Pförtner und Daniela Schönhut. Alois Hösl, seit 1979 musikalischer Leiter des Schifferchores hängte sein Akkordeon an den berühmten Nagel. Am Akkordeon begleiten nun Rudi Müller und Martin Pohl den Schifferchor. An den Prunksitzungen konnten wir unser neues Kindertanzmariechen Emilia Meißner (5 Jahre) präsentieren. Ihre langjährige und verdienstvolle Tätigkeit als Jugendleiterin beendete Elke Stahl. Ebenso stellte sich Oskar Stahl als Leiter des Herrenballetts bei der Wahl nicht mehr zur Verfügung. Erstmals wurde das Weißwurstessen am Rosenmontag in Eigenregie durchgeführt.

 

2010. Mit dem Motto „Märchenwelt“ konnten die Mitglieder am 14. 11. 2009 wieder eine Dämmerung verleben. Das Ordensfest am 6. Januar 2010, fand erstmals in der „Waldschänke“ statt. An den Prunksitzungen konnten wir nach langer Abstinenz wieder ein Kindertanzpaar präsentieren. Ebenfalls neu das Juniorentanzmariechen. Im Genossenschaftssaal Bauernfeind fanden unsere beiden diesjährigen Kinderfaschingsbälle statt Udo Medritzky sorgte routiniert für Spaß und Kurzweil. Erstmals gab es heuer kein Heringsessen im Gesellschaftshaus Gartenstadt.

 

2011. „Willkommen im NCN-Gruselkabinett“. Dies war das Motto der Dämmerungssitzung in der Gaststätte „Heidekrug“ am Samstag, 13. 11. 2010. Unsere Gäste kamen in phantasievollen Gruselkostümen. Allen voran der Elferrat. Die meisten Aktivengruppen boten noch nicht ihren neuen Tanz um so größer soll die Überraschung an der Prunksitzung sein.

Das Ordensfest fand am 6. 1. 2011 in der „Waldschänke“, Frankenstraße, statt. Neben den Aktiven (ohne die Jugendgruppen), die den neuen Gesellschaftsorden erhielten, konnten neun Mitglieder, darunter sieben die noch nicht oder gerade 18 Jahre alt wurden, für 10-jährige Aktivität ausgezeichnet werden. Senatspräsident Alois Hösl ernannte Sandra Giehl und Schatzmeister Erwin Scharrer für 22-jährige Aktivität zu Ehrensenatoren. Besonders freute ihn, dass sich Bernhard Nather als förderndes Mitglied in den Senat aufnehmen ließ.

Die Prunksitzung am Freitag, 21. 1. hatte mit erheblichem Zuschauerschwund zu kämpfen. Mit prunkvollen Kostümen eröffnete die Perchten-Showtanzgruppe den karnevalistischen Reigen mit einem Ausschnitt aus „Die Schöne und das Biest“. Das Trommler- und Fanfaren-Corps konnte auf 50 Bühnenjahre zurückblicken. Der Fastnachtsverband Franken zeichnete Armin Loos mit dem „Till von Franken in Silber“ aus. Der Höhepunkt war Varietèkünstler Arno Margraf alias Herr Fröhlich. Unsere Samstags-Prunksitzung am 22. 1. war fast ausverkauft. Bedingt durch die lange Faschingszeit konnten wir drei Kinderfaschingsbälle veranstalten. Am 13. 2. und 20. 2. im Genossenschaftssaalbau Bauernfeind aus. Animiert von Vize Udo Medritzky mit seinem Team. Neu im Boot waren Nadine und Hubert Rupprecht der erstmals moderierte. Musikalisch führte Josef Bogner an allen Kinderfaschingsbällen durch die Nachmittage. Es ist schade, dass Nürnbergs größter Faschings-Kehraus am 8. 3. 2011 von den „Nürnberger Narren“ nicht so die Aufmerksamkeit. Durch den Abend führte Präsident Peter Bursy als „Mandarin“ verkleidet. Für die Tanzmusik ist Georg Renner mit seinen „Belcantos“ verantwortlich. Leider fand am Aschermittwoch kein Heringsessen für die Aktiven im Gesellschaftshaus Gartenstadt statt.

 

2012. Dämmerungssitzung am 12. 11. 2011 als „NCN-Kochstudio“ ein. Seit längerer Zeit machte die Kindergarde (Trainerin Nadine Rupprecht) den Auftakt. Den Gästen wurde ein buntes Programm geboten.

Das Ordensfest fand am Donnerstag, den 5. Januar abends ab 19:30 Uhr in der „Waldschänke“ statt. Für sechs Mitglieder lag die Ordensspange für 10-jährige Aktivität bereit. Präsident Peter Bursy und 1. Vorsitzender Armin-Chr. Reuß nahmen die Ehrungen vor. Für 15 Jahre Mitgliedschaft konnten Daniela Gotschke, Aria Koge geehrt werden. Weitere sechs Mitglieder waren zur Ehrung für 25-jährige Mitgliedschaft eingeladen worden. Margit und Rolf Heinritz sowie Inge Magerl nahmen persönlich die Goldene Nadel samt Urkunde entgegen. Für 50 Jahre Mitglied im NCN konnte Albin Loos ausgezeichnet werden. Senatspräsident Alois Hösl konnte Simone Loos und Ex-Vizepräsident Udo Medritzky nach 22-jähriger Aktivität zu Ehrensenatoren ernennen. Wally Hösl wurde ebenfalls als Gründungsmitglied des NCN geehrt.

Der Jubiläumskommers wurde vor die Freitags-Prunksitzung gesetzt. Eingeladen wurden Ehrengäste aus Politik und Wirtschaft sowie Abordnungen befreundeter Vereine. Ale Ehrungen wurden in der hinteren Saalhälfte vorgenommen. Das FAN-Prinzenpaar Thomas III. & Sabine III. begann den Ordensreigen mit der Überreichung der FAN-Orden. Danach Rolf Heinritz mit dem „Till von Franken“ in Silber ausgezeichnet. Den Verdienstorden des „BDK in Gold“ erhielten Ehren-/Präsident Peter Bursy (33-jährige Amtszeit); Senats/Ehrenpräsident Alois Hösl wurde mit dem „BDK-Orden in Gold mit Brillanten“ für seine 55-jährige ununterbrochene Tätigkeit als Gründungsmitglied usw. geehrt. Danach begann die Freitags-Kurz-Prunksitzung. Sie unterschied sich im Vergleich zur Samstags-Prunksitzung dadurch, dass das Jugendprogramm komplett entfiel.

Die Jubiläums-Prunksitzung am Samstag, 21. 1. war fast ausverkauft. Es wurde ein buntes kurzweiliges Programm geboten. Am Schluss der Sitzung verkündete Peter Bursy, dass dies seine letzte Sitzung als Präsident sei. Im Gesellschaftshaus Gartenstadt konnten wir keinen Termin für Kinderfaschingsbälle ergattern. Notgedrungen mussten wir in den Genossenschaftssaalbau Bauernfeind ausweichen. Für unsere neuen Moderatoren Nadine und Hubert Rupprecht war es so leichter Erfahrung zu sammeln.

Der Nürnberger Faschingszug am 19. 2. 2012 stand finanziell wieder Mal auf der Kippe. Dazu kommt, dass die Vorschriften durch die Stadt Nürnberg immer strenger werden. So hatte der NCN Schwierigkeiten mit seinem Nummernschild am Elferratswagen mitfahren zu dürfen, und das ausgerechnet bei unserem 55-jährigen Jubiläum. Faschings-Kehraus war am 21. 2. wieder in der Gartenstadt. Die NCN-Aktiven boten wieder viele gute Ideen, die Gäste in den Tanzpausen zu unterhalten. Riesige Trauer legte sich mit der durch die Vorstände Armin-Chr. Reuß und Simone Loos initiierten Verabschiedung für unseren langjährigen Präsidenten Peter Bursy (30 Jahre) über den NCN. Wird unser NCN auch weiterhin erfolgreich in die Zukunft schauen können?

 

2013. Endlich war es soweit, der neue Sitzungspräsident Hubert Rupprecht durfte sich zum ersten Mal seinen „närrischen“ Mitgliedern präsentieren. Zusammen mit Präsident Torsten Racky luden sie zur Dämmerungssitzung am 10. 11. 2012 in ihr „NCN Casino Royal“ ein.

Das Ordensfest musste auf den Freitag, den 4. Januar 2013 vorverlegt werden. Das Ordensfest fand in der „Waldschänke statt (zum letzten Mal, die „Waldschänke“ muss am Ende des Jahres 2013 seinen Betrieb schließen). Mit der Ordensspange für 10-jährige Aktivität konnten 5 Mitglieder ausgezeichnet werden. 3 Mitglieder erhielten die „Silberne Nadel“ für 15-jährige Mitgliedschaft. Die „Goldene Nadel“ für 25 Jahre erhielten 3 Mitglieder. Die „Goldene Ehrennadel mit Eichenlaub“ konnten 4 Mitglieder für 40 Jahre im NCN sich anstecken lassen. Für 50 Jahre Mitgliedschaft wurde Luise Sulzer und Herta Wuttke geehrt. Von Senatspräsident Alois Hösl wurde Oskar Stahl zum Ehrensenator für 22-jährige Aktivität berufen. Senator Gerhard Schweitzer wurde für seine Verdienste zum Ehrensenator ernannt.

Mit nervöser Anspannung blickten die Verantwortlichen des NCN auf den Beginn der Prunksitzung am Samstag, 19. 1. im Gesellschaftshaus Gartenstadt. Der Begrüßung durch 1. Vorsitzenden Armin-Christian Reuß folgte eine Zäsur. Ex-Präsident Peter Bursy überreichte an Präsident Torsten Racky und Sitzungspräsident Hubert Rupprecht die Zepter. Mutig machte Hubert Rupprecht seine Moderation zwischen den auftretenden Gruppen. Aus der Hand des Delegierten vom Fastnachtsverband erhielt Daniela Schönhut den „Verdienstorden des FVF“ und Oskar Stahl den „Till von Franken in Silber“. Alfred Fuchs erhielt für 40 Jahre Prunksitzungskapelle beim NCN den „Verdienstorden des BDK in Silber“. Erleichtert war am Ende des erfolgreichen Abends Hubert Rupprecht. Der erste erfolgreiche Schritt in eine weiterhin erfolgreiche Zukunft für den NCN war getan. Die beiden Präsidenten haben mit der Prunksitzung ihre Feuertaufe bestanden und den NCN gut repräsentiert.  

Der Nürnberger Faschingszug am 10. 2. 2013 stand wieder Mal auf der Kippe. Dazu kommt, dass die Vorschriften durch das Ordnungsamt der Stadt Nürnberg immer strenger werden. Tageszulassung, nicht verbaute Nummernschilder, gewisse Bordhöhen, all solche Hindernisse machen es den Wagenbauern immer schwerer einen Faschingswagen auf die Füße zu stellen. Ausgeklungen ist dieser Nachmittag im „Heidekrug“.

Faschings-Kehraus war am 12. 2. wieder im Gesellschaftshaus Gartenstadt.

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